Alte russische Ikone der Gottesmutter von Tichwin – 34 × 29 cm, neunzehntes Jahrhundert
Alte russische Ikone der Gottesmutter von Tichwin – 34,4 × 29 cm, neunzehntes Jahrhundert
Alte russische Ikone der Gottesmutter von Tichwin aus dem neunzehnten Jahrhundert.
Die Ikone der Gottesmutter von Tichwin gehört zu den bedeutendsten wundertätigen Darstellungen der russischen Tradition. Den Chroniken zufolge erschien sie im Jahr 1383 in der Nähe von Nowgorod und zeigte sich mehrfach, bis sie schließlich am Ufer des Flusses Tichwinka verblieb. An diesem Ort entstanden später die Kirche der E...
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Alte russische Ikone der Gottesmutter von Tichwin – 34,4 × 29 cm, neunzehntes Jahrhundert
Alte russische Ikone der Gottesmutter von Tichwin aus dem neunzehnten Jahrhundert.
Die Ikone der Gottesmutter von Tichwin gehört zu den bedeutendsten wundertätigen Darstellungen der russischen Tradition. Den Chroniken zufolge erschien sie im Jahr 1383 in der Nähe von Nowgorod und zeigte sich mehrfach, bis sie schließlich am Ufer des Flusses Tichwinka verblieb. An diesem Ort entstanden später die Kirche der Entschlafung sowie im Jahr 1560 das Kloster Tichwin. Das Heiligtum entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum der Verehrung, insbesondere nachdem es zwischen 1613 und 1615 durch die Fürsprache der Gottesmutter auf wundersame Weise vor der schwedischen Belagerung bewahrt worden sein soll.
Im 17. Jahrhundert, während der Herrschaft Alexei Michailowitschs, wurde die Ikone mit der alten byzantinischen Hodegetria identifiziert, wodurch ihre geistliche und liturgische Bedeutung weiter gestärkt wurde. Zu Ehren der Ikone wurde ein eigener Festtag am 26. Juni eingeführt. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts durchlief die Ikone eine lange Wanderschaft: Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie außer Landes gebracht und zunächst in Deutschland, später in den Vereinigten Staaten aufbewahrt, bevor sie im Jahr 2004 nach Russland zurückkehrte.
Ikonografisch gehört die Darstellung zum Typus der Hodegetria („Die den Weg weist“), bei dem die Gottesmutter auf das Jesuskind als einzigen Weg zum Heil hinweist. Charakteristisch für diese Variante ist die Geste Christi, der mit seiner rechten Hand die Mutter segnet und dadurch die innige Verbindung zwischen beiden Figuren sowie das Geheimnis der Menschwerdung hervorhebt.
Das Werk wurde nach traditioneller Technik mit Eitempera auf einer mit Levkas vorbereiteten Holztafel gefertigt und stellt ein bedeutendes Zeugnis russischer Spiritualität und sakraler Kunst dar.
- Herkunft: Moskau, Russland.
- Technik: Eitempera.
- Materialien: Holz, Levkas.
- Maße: 34,4 × 29 cm.
- Epoche: Mitte 19. Jahrhundert.